DANKE Homo-Hasser! DANKE liebe AIDS-Hilfe! (Gastbeitrag)

Heute hat mir jemand, der in Wolfsburg lebt, einen Kommentar über seine Gedanken – zu der Stadt aus der er kommt, den Positiven Begegnungen und der Gewaltattacke der vergangenen Samstag Nacht – zukommen lassen. Vielen Dank, dass ich diese Worte als Gastbeitrag verwenden darf!

DANKE Homo-Hasser! DANKE liebe AIDS-Hilfe!

(Ein zynischer, offenherziger, emotionaler und ehrlicher Kommentar)

Hier in Wolfsburg war es noch nie ein leichtes Pflaster für Schwule und Lesben. Das hat sich bis heute nicht geändert. Es gibt keine Szene wo man sich trifft. Wagt man es, sich herzlich mit einer Umarmung zu begrüßen, hört mans schnell am ZOB aus den Ecken rufen: „Ey! SCHWUCHTEL!“. Beim Spazieren um den Allersee zieht man besser keine modischen Klamotten oder gar enge Jeans an, die einen also Homo outen könnten, sonst ist man schnell gezwungen, einen Schritt schneller zu gehen um den zwielichtigen, pöbelnden Gruppen zu entgehen.

Umso interessanter fand ich, Wolfsburg als Wahl zum Konferenzort der gesamten Deutschen AIDS-Hilfe zu machen. Denn hier gibt es nicht einmal einen CSD. Schwul und lesbisch ist man hier nicht. Der intellektuelle Homo wählt zwischen offenem Outing oder Karriere innerhalb der Volkswagen-Hierarchie. Kaum einer ist bereit, die Nachteile für ein offenes Outing in Kauf zu nehmen. Aber eins ist man hier in Wolfsburg ganz sicher nicht: Krank oder gar HIV positiv!

Aha! Eine Konferenz also! Danke AIDS Hilfe!

Ich möchte mich bei der gesamten Deutschen AIDS-Hilfe bedanken, dass ihr es in das große Industriedorf Wolfsburg geschafft habt, sowie für das außerordentliche Engagement. Eigentlich war alles friedlich. Bis zum Schluss. Bis einem alten und jungen Homo ordentlich die Fresse poliert wurde.

Ich möchte diese Gelegenheit nutzen und mich bei den Homo-Hassern bedanken!

Danke Homo-Hasser!

Ich versuche mich seit einiger Zeit gegen das Klischee, Wolfsburg sei ein engstirniges, intolerantes, dekadentes Stück Erde, zur Wehr zu setzen (besonders gegenüber benachbarten Großstädtern). Danke, dass ihr es schafft, dass dieses Klischee nicht nur ein Klischee bleibt.

Auf den Webseiten der Tageszeitungen lese ich – in den Leserkommentaren – zu der Prügelattacke, wie beschränkt es von den Angreifern gewesen sei zuzuschlagen, schließlich könnten Sie sich mit HIV infizieren. wenn ihnen „Blutprobe ins Gesicht spritzt“.

Bitte macht euch keine Sorgen um eure Gesundheit. Sollten die beiden, die Ihr verdrescht habt, nicht nur schwul, sondern auch HIV positiv gewesen sein und ihr ein bisschen Blut beim Draufschlagen abbekommen haben, keine Angst! Euch wird nichts passieren. Ihr bleibt gesund.Eine Medikamenteneinnahme hilft nicht nur beim länger leben der positiven, sondern schützt effektiv die Infektion weiter zu verbreiten. Euer Risiko strebt also gegen null. Wie gut, dass die zwei nicht nur an sich selbst denken, sondern auch Ihr Umfeld schützen, also in diesem Fall euch.

Bitte macht euch keine Sorgen, dass Ihr mit ernsthaften Konsequenzen für diese Aktion rechnen müsst. Mit zwei Mal 2,0 Promille, seid Ihr ohnehin nicht voll schuldfähig. Außerdem werden die Anwälte eurer Eltern das schon wieder gerade biegen. Mein Tipp: Immer schön abstreiten. Mit der Aktion bekommt Ihr höchstens ein paar Sozialstunden. Voll peinlich. Und wie mickrig! Nicht dass Ihr noch wie Schlappschwänze dasteht.

Irgendwie kann ich euch ja verstehen. Fühlt man sich machtlos gegen „die da oben“ richtet sich der Hass schnell gegen „die da unten“. Im Übrigen sind die Homos ja auch gar keine richtigen Menschen und die mag eh keiner. Männer verhalten sich wie Frauen, Frauen wie Männer. Das schafft mancher Erwachsener nicht zu verarbeiten. Da rutscht einem schon mal die Hand aus. Man möge es den kleinen 19 Jährigen nachsehen.

Außerdem ist es völlig normal, dass man einen Schlagstock dabei hat. Gegen 1:35 Uhr muss man sich ja irgendwie gegen die schlechte Welt da draußen verteidigen. Da fangen wir doch gleich mal mit den Drecksschwuchteln an. Sie sind verkehrt herum und wollen auch noch für Richtig anerkannt werden. Frechheit! Ach! Wie herrlich einfach und simpel die Welt doch sein kann.

Zum Thema Wolfsburgs- aufgeschlossenes und offenes Image und so: Der Volksmund sagt: „Der erste Eindruck zählt.“ Der Psychologe weiß: „Der letzte Eindruck ist der, welcher bleibt.“

So gesehen hättet Ihr zum Abschluss der Veranstaltung nicht besser zum Ausdruck bringen können, wie weit wir vom Thema Offenheit entfernt sind und was es bedeutet, wenn Ablehnung in Hass umschlägt und wie wichtig der Kampf gegen Diskriminierung ist.

Danke Teilnehmer!

Danke, dass ihr euch getraut habt, öffentlich aufzutreten und dem Kongress und allen HIV infizierten ein Gesicht zu geben. Ihr seid für unsere Rechte eingestanden, habt dafür gekämpft und habt euch gegen Beleidigungen zur Wehr gesetzt und Gefahr ausgesetzt. Mit eurer Präsenz habt ihr der Öffentlichkeit versucht ein neues Bild zu vermitteln, dass HIV positive längst keine Gefahr mehr für Ihre Umwelt sind und daher Ängste unbegründet.

Ich habe leider als Teilnehmer gefehlt. Gerne wäre ich teil der Community gewesen, doch eigentlich bin ich in dem Punkt Öffentlichkeit auch nicht anders, als die vielen anderen hier. Ich habe einen sehr guten Job. Ich liebe meine Arbeit, ich liebe mein Leben. Es dürften viele Schranken sein, die sich mir schließen, wenn ich offen mit meiner Infektion umgehen würde. Meine Lebensperspektiven würden sich vermutlich stark einschränken. Umso mehr bewundere ich die Leute, die es schaffen offen und ohne Wenn und Aber mit Ihrer Infektion umzugehen. Trotz aller Nachteile, trotz Ausgrenzung, trotz Arbeitsplatzverlust, trotz Demütigungen in der Familie.

Ich wäre gerne dabei gewesen, doch ich habe mich entschieden, dass es nicht das richtige ist. Vor meiner Infektion hätte ich sicherlich positive Leute gemieden wenn ich davon erfahren hätte. Nicht weil mein Kopf mir nicht gesagt hätte, dass ich mit der Information dass jemand positiv ist besser dran bin als ohne. Es ist vielmehr eine emotionale Angst gewesen, die diese Distanz hat aufkommen lassen bei dem bloßen Gedanken. Eine Art Selbstschutz. Jetzt da ich selbst positiv bin, tue ich mich schwer von jemand anderem etwas zu fordern, was ich vorher selbst nicht geben konnte. Nicht weil ich es nicht gewollt hätte, sondern weil ich es nicht konnte. Dennoch hätte ich die vielen Lebensgeschichten der positiven gerne gehört.

Ob ich mich eines Tages bekennen werde weiß ich nicht. Werde ich mir Dinge anhören müssen, warum gerade ich als Kondomprediger positiv geworden bin? Werde erklären müssen, weshalb das Kondom mich nicht vor der Infektion geschützt hat? Werden sich meine schwulen Freunde von mir abwenden, weil genau diese unbestimmte Angst auch in ihnen ist und sie sie nicht unterdrücken können? Wird alles reden umsonst sein?

Ich dachte immer ich verhalte mich besser als andere. Doch es hat mich erwischt. Ich werde nun anstelle einer totbringenden Krankheit eine chronische Krankheit haben. Dank der Medikamente. Ich bin so glücklich, dass ich noch ein paar Lebensjahre geschenkt bekomme. Praktisch eine normale Lebenserwartung, mit ein paar Wehwehchen mehr zwischendurch, sagen die Ärzte. Mit nur einer Tablette Täglich. Ich will immer noch etwas in dieser Welt erreichen. Dafür sorgen, dass diese kalte Welt wenigstens ein bisschen wärmer wird. Ich bin jetzt 25 und habe immer noch die Möglichkeit, diese Welt weiter zu gestalten und zu einem besseren Ort zu machen. Ohne Hass. Ohne Angst. Ich kann immer noch etwas für diese Gesellschaft leisten.

Bis zum Zeitpunkt meiner Infektion dachte ich noch: „Wer sich heute noch mit HIV infiziert, hat was falsch gemacht.“ Ich hatte keine Ahnung.

Ich wünsche mir, dass die Medikamente weiterhin so gut werden. Das HIV das wird, was heute Syphilis ist. Behandelbar, aber vor allem genauso seinen Schrecken verliert. Das die Gesellschaft keine Angst mehr davor hat. Denn rein logisch und von den Fakten her, braucht Sie sich schon lange nicht mehr vor einem positiven zu fürchten. Doch wahrscheinlich sind die Bilder und Ängste der 80er und 90er Jahre zu präsent. Als nicht Betroffener ist es wahrscheinlich an einem vorbei gegangen, dass positive behandelte praktisch keine Gefahr für eine Übertragung darstellen. Sie arbeiten, sind teilweise Mütter und Väter. Doch vor allem sind sie eins: Teil der Gesellschaft!

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18 Gedanken zu “DANKE Homo-Hasser! DANKE liebe AIDS-Hilfe! (Gastbeitrag)

  1. Hallo „Mr. Wolfsburg“,

    danke für Deine offenen Worte. Was Du von Deiner Entwicklung beschreibst, kennen viele von uns, die wie ich an der Konferenz Positive Begegnungen teilgenommen haben.

    Entscheidend ist doch, dass wir alle dazulernen und mit- und voneinander lernen. Ich habe Verständnis für Dich und möchte Dir Mut machen, Dich in der Positivenselbsthilfe zu vernetzen.

    Gemeinsam und vernetzt sind wir alle stärker. Sei dabei! 🙂

    Solidarische Grüße
    Michael

  2. Hallo. Danke für deine Worte. Leider ist das Bild bei uns von Wolfsburg auch nicht anders. Ständig versucht man WOB eine neue Chance zu geben, hat diese Stadt doch allerlei schönes zu sehen/erleben. Aber dieses KalIte wie du beschrieben, hat man leider immer wieder in WOB. Ich habe gemerkt, das BS nur n Katzensprung von WOB entfernt ist, aber so ein Riesen Unterschied. Ich lebe offen positiv, und habe (außer von Ärzten) noch nie Diskriminierung hier erfahren. Es ist so angenehm hier nicht mit einer Lüge leben zu müssen. Seit ich offen damit umgehe, fühle ich mich frei und gestärkt. Ich bekomme sogar anerkennende Worte. Und mal ganz ehrlich. Wob und BS sind nur 20 min Fahrtweg von einander entfernt. Aber in Sachen Menschlichkeit Kilometer weit. Also ich würde dich einfach mal einladen zu uns zu kommen. Du brauchst dich nicht offen zu outen, aber kannst hier andere positive kennenlernen. Erfahrungen austauschen. Und dann wieder in dieses verbohrte Nest zurück gehen, oder einfach hier bleiben. liebe Grüße und vor allen Kraft in dieser Kälte durchzuhalten. Wenn du Wärme brauchst, ab in den Zug oder ins Auto und Zack. Hoffe du kannst meine E Mail Addy sehen, falls ja, schreib mich einfach an und wir regeln das. Ok? Dori

  3. Traurige Wahrheiten aus WOB…
    Lieber Wolfsburger,
    Ich versuche zu verstehen wie es ist, alles „richtig“ gemacht zu haben und dann doch positiv zu sein. Auch ich habe immer Kondome gepredigt, aber habe mich nicht immer daran gehalten. Daher wundert mich meine Infektion nicht wirklich, eher dass es solange gedauert hat.
    Ich habe im Winter einen historischen Roman gelesen, indem auch Syphilis eine Rolle gespielt hat. Nach dem wie die Syphilis beschrieben wurde ist die Angst davor mit der Angst vor HIV zu vergleichen.
    Als aufgeklärter Mensch habe schon früh für Safer-Sex geworben, ich hatte nie Angst vor Positiven, habe oft in der Szene Demonstriert das von einem HIV-Positiven oder AIDS-Kranken keine Gefahr aus geht. Daher fällt es mir manchmal schwer eine Ablehnung zu verstehen. Und offen wie ich oft auftrete, (auch wenn ich verbal eine Niete bin, so bald „Fremde“ dabei sind) bleibt den meisten nichts anders übrig als zu akzeptieren. Erst heute wieder, war ich überrascht als mich erst heute ein Kollege auf meinen Blog angesprochen hat und sehr positiv reagiert hat. Er hat sich die Mühe gemacht alle meine Blogeinträge zu lesen, wir haben anschließend rumgealbert wie immer. Ich finde es auch immer wieder interessant, das Gesprächspartner von mir dann immer wieder selber mit eigenen gesundheitlichen Problemen oder Drogenerfahrungen, die z.T. auch ein Tabuthema sind, ankommen. Jemand, mit dem ich geschäftlich aber auch persönlich eng verbunden bin, hat mir nach dem ich mich bei ihm geoutet habe ganz einfach gesagt: „Das war mir schon lange klar, na und?“.
    Ich denke, vieles hat auch mit der Persönlichkeit zu tun, eine Art „selbst bestimmende Prophezeiung“. Das Umfeld spielt sicherlich auch eine Rolle, aber vieles hängt auch von der eigenen Persönlichkeit ab.
    Jetzt bin ich um vieles länger geworden als ursprünglich geplant, also Schluß.

  4. Danke lieber Wolfsburger für Deine Ehrlichkeit

    Ich kann Deine Zurückhaltung und Deine Angst sehr gut verstehen. Würde ich mich genauso verhalten wenn ich in Deiner Situation wäre, wenn ich in einer solchen Stadt wie Du leben würde wie DU? Ja. Wäre ich auf der Demo mtgelaufen wenn ich in WOB wohnen würde? Nein.

    Für mich und viele andere ist es manchmal leicht zu sagen, Hey zeige Gesicht. Ich lebe in einer Großstadt. Die Anonymität der Großstadt macht es da einem sehr leicht.

    Laß Dir Zeit – weil alles braucht seine Zeit. Du wirst wissen wann der richtige Zeitpunkt gekommen ist, wirst es fühlen wenn es stimmig ist für Dich.

    LG alivenkickn

  5. mir geht viel zu viel durch den kopf. wir gingen wenige minuten vorher richtung bett. blaulichter rasten an uns vorbei, sofort dachte ich an die teilnehmendem am fest. mir war mulmig. als ich dann morgens davon hörte war ich erst sprachlos, gelähmt. an der abschlussveranstaltung liefen die tränen und später kam erst der zorn, samt x-fragen. nur eines weiss ich: jetzt erst recht. ich halte den kopf weiter hin- auch wenn das als frau in diesem zusammenhang so völlig anmassend klingt. mich lassen die meisten in ruhe. körperliche gewalt wegen dem virus habe ich nie erfahren. anderes aber schon. nein, nicht wir müssen uns verstecken, verbiegen, verleugnen und schämen. wir sind teil der gesellschaft. unser selbstbewusstsein kehrt endlich zurück-daran ändern weder gewalttätige „würstchen“ noch kaltherzige ignoranten etwas. nicht jetzt. nicht nach all diesen jahren.

    aber die frage „wieviel öffentlichkeit ist erträglich, wieviel schutz kann möglich sein und was kann ich tun?“
    hallt nach.

  6. “wieviel öffentlichkeit ist erträglich, wieviel schutz kann möglich sein und was kann ich tun?”

    gute fragen michèle.

    wieviel öffentlichkeit ist erträglich?
    ich denke schon das es grenzen gibt. das prävention und aufklärung funktioniert und das man diese arbeit weiterhin aufrecht halten muß steht außer frage.

    auf der anderen seite – die arbeit die geleistet wird sehe ich all die jahre als eine „bringschuld“.wir gehen in die gesellschaft.weil man es erwartet? auch. nach 30 jahren darf sich auch mal die gesellschaft auf uns zu bewegen. das von vw die veranstaltung „pobe meets vw“ nicht besucht wurde ist schlicht und einfach ein armutszeugnis von vw – wolfsburg i.e. der gesellschaft. hiv ist eine realität. durch verdrängen hört hiv jedenfalls nicht auf zu existieren. und das so finde muß artikuliert werden. da darf es ruhig mal zur konfrontation kommen. änsgte und unwissenheit nach 30 jahren wissen zum thema hiv immer noch verstehen und diese unbeweglichkeit der gesellschaft immer mit angst uund unwissenheit zu entschuldigen – damit ist irgendwann schluß.

    wieviel schutz kann möglich sein?
    diese frage wird man sich bei der vergabe jeder pobe in eine kleine stadt jetzt wohl stellen müssen. auch wie es um die situation derentsprechenden zum thema hiv – schwules leben aussieht. das sind wir den teilnehmern schuldig. so etwas wie in wolfsburg darf nicht noch einmal passieren.

    was kann ich tun?
    den einzelnen zu bestärken, ihm mut zu machen ja. aber es muß auch legitim sein zu sagen: – achte auf dich, überlege es dir wem du es sagts.

    die demo in der innenstadt von 200 teilnehmern war ein starkes zeichen. das muß man fortsetzen.

  7. Dein Beitrag ist leider so wahr. Ich bin ehemaliger Wolfsburger, arbeite offen schwul und positiv bei VW, war auf der Konferenz und bin von dort dann zum Bahnhof gegangen. Es hätte jeden „treffen“ können – aber niemanden treffen dürfen!
    Wolfsburg ist nicht besser und schlechter als jeder andere Ort in dieser Republik. In Hannover ist es vielleicht etwas einfacher, da das Netzwerk dichter ist. Auch wenn man sich manchmal ein wenig wie im Ghetto vorkommt. Man geht zum schwulen Internisten, hat die schwule Kneipe um die Ecke und die Muckibude ist auch von uns „unterwandert“.
    Aber erst wenn uns auch im letzten schwarz-braunen Dorf in Bayern oder Sachsen kein Hass mehr entgegen schlägt und wir keine Gewalt mehr fürchten müssen, erst dann haben wir es geschafft.
    Dafür brauchen wir UNS – wann immer Du soweit bist, Dich zu outen und ein weiteres Beispiel dafür zu sein dass wir starke selbstbewußte Menschen sind, melde Dich. Du wirst mehr Unterstützung bekommen, als Du jetzt vielleicht denkst.

    Viele Grüße
    Dirk

  8. Und ich dachte hier in meiner Gegend wäre dieser Homo-Hass schlimm, wenn ich aber lese was in Wolfsburg abgeht da ist das hier wiederrum Kindergarten.

    Ich finde solche Sachen sowieso immer zum wortwörtlichen „kotzen“, gerade weil ich in meinem Freundeskreis Bi- und Homosexuelle (sowohl Schwule als auch Lesben) habe und damit Problemlos klarkomme, kann ich diesen Hass weder verstehen noch tollerieren.

  9. Warum gibt es so viele Homo-Hasser? Ich denke die Gesellschaft ist tolerant. Wir erdulden die unfähigen Schwulen in der Politik ( Wowereit – Flughafen-Geldvernichter ) ebenso wie die Schwulen auf der Straße. Wer sich das nicht ansehen mag, der schaut weg. Wenn man von einigen rechten Spinnern absieht, geht es den Homos hier sehr gut. Die Leute sind aufgebracht, weil die Tucken ewig rumzicken und hinter jeder Meinungsäußerung sofort Schwulenfeindlichkeit vermuten. In einer freien Gesellschaft haben die Homos das Recht sich gegenseitig zu paaren, aber sie im Gegenzug sind nicht bereit auch Meinungen zu akzeptieren, die von andern Werten geprägt sind. Da schwingen Sie dann die Keule der Political Correctness. Ein immer wieder gerne genutztes Element eine freie Meinung zu unterdrücken. Treibt es nicht zu weit damit, sonst kippt irgendwann die Stimmung in der Bevölkerung!

    Ich bin ein Durchschnittsbürger wie viele andere auch. Wir haben nichts gegen Schwule, solange sie uns in Ruhe lassen. Wir haben aber keine Lust mehr auf die ewige Hetero-Basherei die man immer wieder erfahren muss. Ich will auch weiterhin das Recht haben, meinen Kindern zu sagen, dass die normale Familie aus Mann und Frau plus Anhang besteht.

    Jeder soll nach seinen Wünschen glücklich werden. Macht was ihr gerne tut, aber lasst uns auch in Ruhe.

    • Wie arm bist Du denn? Hetero-Bashing? Ich habe noch nie erlebt, dass Schwule und Lesben Heteros auflauern, um sie zu verprügeln. Andersrum aber öfter! Selbst in Berlin und Köln, gibt es diese Stimmungen! Warum hast Du also Angst?

      Rede bitte nicht die das Problem der immer noch tagtäglich stattfindenden Homophobie klein, wenn Du selber nicht weißt wie es ist! Danke!

    • Wer nichts gegen Schwule hat, nennt sie nicht Tucken o.ä., „erduldet“ sie nicht notgedrungen, solange sie sich „angemessen“ benehmen und droht ihnen nicht mit Gewalt für den Fall, dass sie ihre berechtigten Belange überhaupt öffentlich vertreten. Wer nichts gegen Schwule hat, verdreht ihnen nicht das Wort im Mund und unterstellt auch nicht, dass sie die Homophobie, die allenthalben zu beobachten ist, durch ihr eigenes Verhalten verursachen.

    • Hallo hurenb0ck!

      Du denkst die Gesellschaft ist tolerant? Wieso werden dann in meiner Stadt schwule auf offener Straße verprügelt? Wieso wurden sie nicht in Ruhe gelassen? Die Schläger kamen den Homos zu nahe nicht umgekehrt.

      Unfähige Politiker? Sehe ich genauso. Wir sollten uns nicht von unfähigen Politikern regieren lassen. Was die sexuelle Orientierung über den Stil und die politischen Qualitäten aussagt erschließt sich mir aber nicht. Natürlich sind dir Politiker die Geld verbrennen lieber wenn sie heterosexuell sind.
      Unfähige schwule auf der Straße? Was soll das bitte sein? Ich kann mir das nicht vorstellen. So etwas wie ein mobiler Frisiersalon? Ich kenne schwule die in Frisiersalons arbeiten, aber diese sind dann an der Straße und nicht auf der Straße – und keineswegs sind sie unfähig.

      Wer sich das nicht ansehen mag, schaut weg? Ja ja, wegschauen kann man immer. Aber wohin? Zu der kleinen niedlichen Katze auf der anderen Straßenseite? Sie ist in der Tat sehr fähig! Sie schafft es sich selbst sauber zu machen und überall zu putzen. Ein echtes Paradebeispiel für ein fähiges Tier. Ansonsten können wir uns auch die große deutsche Eiche gegenüber angucken. Groß, prächtig, robust. Wir sollten besser nicht weggucken wenn einer wie du unsere Eiche anpinkelt!

      Die Leute sind aufgebracht? Welche Leute sind aufgebracht? Von wem sprichst du genau? Oder bist du aufgebracht!? Die Tucken zicken ewig rum? Das stimmt! Die Tucken zicken ewig rum! Aber woher nimmst du die Information, wenn du keinen Kontakt zu schwulen hast, wovon ich mal ausgehe. Du hast dich als Mann doch wohl nicht irgendwelchem Getratsche hingegeben? Wenn du das weißt verstehe ich wirklich nicht wieso du die Tucken nicht in Ruhe sich gegenseitig anzicken lässt?

      Die Homos haben das Recht sich gegenseitig zu paaren? Naja wär ja noch schöner wenn ich dich oder einen Ethikrat fragen müsste ob ich Sex haben darf. Wie sollte das denn aussehen? „Bitte, bitte Ethikrat darf ich Sex haben?“ Ethikrat: „Ja, ja, du darfst! Aber im Gegenzug hörst du auf dich feminin zu verhalten, spreizt keinen Finger mehr vom Sektglas ab, zeigst dich für das nächste halbe Jahr nicht mehr in der Öffentlichkeit und sprichst für die nächsten 3 Jahre kein Wort.“
      Besser noch: Vielleicht sollen wir den Homos das Recht sich gegenseitig zu paaren wieder ganz absprechen. Oder die Homos komplett verbieten. Dann gibt’s diese Diskussion gar nicht erst.

      Versuchst mit dem Begriff „Hetero-Basherei“ dich unangreifbar zumachen indem du dich in eine Opferrolle begibst, exakt genauso wie du es von der Political Correctness beschreibst? Wer hat dich denn gebasht?

      Homos die sich gegenseitig paaren…. Ich komm nicht drüber weg. Wenn es dich tatsächlich so anwidert wieso beschreibst du es dann so bildlich und mahlst es in deinem Kopf so genüsslich aus? Ist es so schwierig den Gedanken fallen zu lassen? Oder ist es einfach geiler das Bild im Kopf kreisen zu lassen und sich mit Eckel und Aggressionen aufzupushen?

      Du bist also ein Durchschnittsbürger? Einer der noch nie gesagt hat: „Ich bin anders als die andern.“ Glückwunsch wie toll korrekt und gerade du bist. Wieso erzählst du, dass nicht jemandem den das interessiert?

      Du willst weiterhin das Recht haben deinen Kindern zu sagen was eine normale Familie ist? Niemand nimmt dir das recht genau das weiterhin zu sagen.
      Kurze Zwischenfrage:
      Was tust du eigentlich wenn dein Sohn plötzlich einen jungen typen anschleppt? Die beiden händchenhaltend und kichernd auf dem Sofa sitzen? Wirst du ihnen sagen, dass was sie da tun ist falsch? Wirst du ihnen sagen, dass sie nie ein richtiges Paar und schon gar keine Familie sein werden? Nur ein Bündnis das die Gesellschaft nicht mag aber gerade noch so tolerieren wird? Dass es sie eigentlich nicht geben sollte? Wird dir der Hass aufsteigen wenn du die beiden miteinander siehst? Wirst du dich fragen ob du als Vater nicht hart genug warst? Warum so etwas verweichlichest entstehen konnte? Wirst du aufhören deinen Sohn zu lieben?

      Treibt es nicht zu weit damit, sonst kippt irgendwann die Stimmung in der Bevölkerung? Versuchst du uns zu drohen? Welche Stimmung kippt? Deine und die der braunen Spinner?
      Ich sag dir mal was. Meine Stimmung kippt bald! In meiner Stadt werden schwule grundlos verprügelt und du schreibst irgendwas von political correctness ich muss echt würgen.
      Ja, mach nur weiter so. Leute wie du reizen mich. Wir werden uns wehren. Wenn ich noch viele Leute wie dich ertragen muss werde ich schneller aus dem Schatten treten als mir selbst lieb ist. Und dann werden wir viele sein. Mehr als du dir vorstellen kannst. Die ganzen Homos, HIVler und alle die du nicht magst. Dann ist der Spaß vorbei mit dem lieben, kleinen netten femininen Homos. Dann gibt’s keine Bonbons mehr auf CSDs für dich! Der Kommerz wird vom CSD abbröckeln und wir werden wieder kämpfen auf den CSDs. Für unser Recht! Gegen Spalter wie dich!
      Schön war es bisher nur wenn man beide Augen zugedrückt hat, Fresse gehalten, bisschen mit dem Strom geschwommen ist und sich allem verschlossen hat. Du wirst sehen was die Wattebäuschenschmeißer-Fraktion auf die Beine stellt. Ich bin ultra pissig.

      Außerdem schade, dass du meinen Artikel nicht gelesen hast. Denn außer dem Wort „Homo-Hasser“ gehst du auf nicht einen einzigen Punkt des Beitrags ein. Aber wenn du dich nun besser fühlst allgemeine Grundsatzkritik an Homosexuellen geübt zu haben sowie deren dasein zu hinterfragen… Bitteschön!
      Wieso gehst du nicht an einen Stammtisch und triffst gleichgesinnte anstatt dich auf einem schwulen Blog rumzutreiben?

  10. gewalt und freie menungsäusserung sind zwei paar schuhe. übrigens auch hetze fällt nicht unter meinungsäusserung.
    und bitte rede einfach nur für dich. deine aussage:wir (heteros) haben nichts gegen schwule…solange sie uns in ruhe lassen, ist kein allgemeingültiger satz noch bist du fürsprecher für heteros. abgesehen davon mag ich solche sätze sowieso nicht.

  11. ich bin auch dafür ,das viel mehr aufgeklärt werden soll und das man mit den vorurteilen entlich auf hören soll ,auch ein positiver ist ein mensch ,eine lesbe,ein schwuler ,ein schwarzer ,ein weisser alle sind wir MENSCHEN,geht das jetzt in eure köpfe rein

  12. Wenn ich die Möglichkeit hätte einen Virus zu verbreiten, der den Dummen unter uns die Augen und die Herzen öffnet, ich würde es tun… Leider sterben ignorante und dumme Menschen so wenig aus wie machtgeile Politiker und assoziale Reiche…

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